Hintergrund

Seit Jahrtausenden ist bekannt, dass der Mond in engem Zusammenhang mit den Themenkomplexen Fruchtbarkeit, Zeugung, Wachstum und Wasser steht. Selbst für Menschen, denen jeder spirituelle Hintergrund fehlt ist dies leicht nachzuvollziehen. Ebbe und Flut sind jedem Kind bekannt - und auch deren Zusammenhang mit dem Mond. Gerade bei Meereslebewesen beobachtet die Wissenschaft immer wieder äußerst enge Zusammenhänge mit der Mondphase. Natürlich ist auch der Zusammenhang zwischen weiblicher Regel und dem Mond kaum übersehbar.

Entsprechend benutzt die Menschheit das Wissen über diese Zusammenhänge schon seit sehr langer Zeit. Der älteste bekannte Mondkalender fand sich in der Höhle von Lascaux in Frankreich und ist 15.000 Jahre alt (Quelle: Michael Rappenglück/Universität München, Bild der Wissenschaft, 19.10.2000). Auf der Isle of Lewis war in der Anlage von Callanish schon vor 5.000 Jahren ein regelrechtes Mondobservatorium in Betrieb.

Fruchtbarkeitsbestimmung durch Mondastrologie in Babylon

Schon in babylonischer Zeit wurden Mondbeobachtung und Mondastrologie vermutlich zur Bestimmung der fruchtbaren Tage verwendet. Die erste schriftlich dokumentierte Anwendung von Mondastrologie in konkretem Zusammenhang mit Fruchtbarkeitsbestimmung findet sich im ersten nachchristlichen Jahrhundert bei Vettius Valens, einem weitgereisten griechischen Astrologen ("...der gleichen Stellung nämlich, in der sich der Mond zur Sonne bei der Geburt befand, eine solche wird er auch beim Vorübergehen einnehmen und so den Monat im voraus anzeigen...", Quelle: Vettius Valens: Blütensträusse. Scripta Mercturae Verlag, St. Katharinen 2004, S. 207).

Der tschechische Arzt Eugen Jonas veröffentlichte in den frühen 1950er Jahren ein auf der Aussage von Vettius Valens basierendes System der Empfängnisverhütung ("kosmobiologische Empfängnisplanung"), das jedoch stark kritisiert wurde und sich nicht auf breiter Basis durchsetzen konnte, auch wenn es bis heute verwendet wird.

Moderne Forschungen und LunaCept

Ausgehend von den damals teilweise extremen Nebenwirkungen der Pille wurden in den 1980er-Jahren in München Untersuchungen zu alternativen Methoden der Empfängnisverhütung gemacht. Dabei wurden u.a. astrologische Aspekte untersucht und im Rahmen einer Studie signifikante Beziehungen zwischen Mondposition, Aszendent und Deszendent weiblicher Horoskope und Zeugungsdaten festgestellt. Daraus entstand LunaCept, das seitdem als Methode zur Empfängnisverhütung eingesetzt wurde, nun aber in einer Zeit, in der nicht mehr die Verhütung, sondern die Zeugung ein Problemgebiet wird, einer breiten Öffentlichkeit angeboten wird.

LunaCept hat keine Gemeinsamkeiten mit der Jonas-Methode, sondern beruht auf alten Verfahren, eigenen Forschungsarbeiten und Erkenntnissen in der Mondastrologie — kombiniert mit alten Hausmitteln und Verhaltensregeln, die eine Empfängnis unterstützen und fördern. Damit ist LunaCept eigentlich nicht einmal eine neue Erfindung, sondern eine Kombination alter Verfahren.